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Der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

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Seit 29 Jahren erscheint Österreichs Karrierebibel im CAREER Verlag – der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE, Österreichs Entscheidungsratgeber für den jungen Arbeitsmarkt.

AB IN DIE

AB IN DIE SELBSTSTÄNDIGKEIT MEIN CHEF BIN ICH Immer mehr ÖsterreicherInnen machen sich selbstständig. Pro Jahr gibt es etwa 30.000 Unternehmensneugründungen. Sein eigener Chef zu sein, ist eine spannende Sache und bietet attraktive Karriereaussichten. Allerdings ist auch die Gefahr des Scheiterns allgegenwärtig, vor allem in der Anfangsphase. CHANCEN UND RISIKEN Der Wille der ÖsterreicherInnen, sich selbstständig zu machen, ist ungebrochen. Trotz wirtschaftlich fordernder Zeiten lassen sich Österreichs GründerInnen nicht unterkriegen. Die meisten gründen zwischen dem 30. und 40 Lebensjahr. Dicht gefolgt von jenen zwischen 40 und 50 Jahren und jenen zwischen 20 und 30 Jahren. Auf letztere Gruppe entfallen etwa 7.000 der 30.000 Neugründungen pro Jahr. Sie haben also genug Zeit, sich Gedanken zu machen, in welche Branche Sie einsteigen möchten, Chancen und Risiken abzuwägen und ein gewisses Startkapital anzusparen. Die Unternehmensgründungen von heute sind das österreichische Jobwunder von morgen. WAS MACHT DIE SELBSTSTÄNDIGKEIT SO ATTRAKTIV? Die wichtigsten Gründungsmotive sind flexible Zeit- und Lebensgestaltung mit 72,50 %, und der „eigene Chef“ sein mit 62,52 %. Diese Suche nach einer Work-Life-Balance trifft den Puls der Zeit. Österreichs GründerInnen gründen, weil sie es wollen. Nicht, weil sie es müssen, da es anderswo keine Jobs für sie gibt. WAS ZEICHNET EINE UNTERNEHMER- PERSÖNLICHKEIT AUS? Für eine erfolgreiche Karriere als UnternehmerIn sind bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wichtig, die man haben oder entwickeln sollte: • In die Zukunft investieren: Weiter- und Fortbildungskurse sind zwar zum Teil zeitaufwändig und kostenintensiv, aber eine lohnende Investition. • Wer rastet, der rostet. Erfolg ist kein einmaliges Ereignis, sondern muss kontinuierlich verfolgt werden. Wer seine Produkte und Services nicht ständig optimiert, bleibt nicht nur auf dem gleichen Niveau stehen, sondern fällt im Wettbewerb zurück. • Nur, was man gerne macht, macht man gut. Wählen Sie Ihr Metier sorgfältig. Wer Spaß bei der Arbeit hat, ist kreativ und innovativ und hat dadurch den vielleicht entscheidenden Vorspr ung am Markt. • Geteiltes Risiko ist halbes Risiko. Die Arbeitswelt von heute lebt von Netzwerken. Durch gute Netzwerke können sich nicht nur neue Jobs, sondern auch GeschäftspartnerInnen ergeben. • Das Wichtigste ist aber die Kunden- und Verkaufsorientierung. Wer am Kunden vorbeidenkt und -handelt, ist als UnternehmerIn fehl am Platz. Die Kundin/der Kunde ist nicht das Problem, sondern die Lösung. 104 akademiker/innen-guide 2018

selbstständigkeit • Wirtschaftliches Denken ist die Grundlage für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln. Mit dem Unternehmertest des Gründerservice können Sie Ihre unternehmerischen Qualitäten detailliert überprüfen www.gruenderservice.at • Ermitteln Sie jene Organisationen, Vereine und Veranstaltungen, die für Sie als Netzwerkplattformen interessant sind, z. B. Managementclub, Junge Wirtschaft, Frau in der Wirtschaft (Adressen im Karriere-Index). TIPP NETZWERKEN FÜR SELBSTSTÄNDIGE DAS A UND O: EIN STARKES NETZWERK Ob selbstständig oder unselbstständig beschäftigt: Ein starkes, verlässliches Netzwerk ist heute das Um und Auf für den beruflichen Erfolg und für eine tolle Karriere. Daran sollte man schon so früh wie möglich arbeiten. Ein Drittel aller Stellen wird durch die Vermittlung von Bekannten, durch Netzwerke, besetzt. Auch „Netzwerken“ will gelernt sein: • Der Wert eines Netzwerks steigt nicht mit der Zahl der „TeilnehmerInnen“, sondern mit deren beruflichem Status und Potenzial. Frei nach dem Motto „klein, aber fein“. • Wer in ein bestehendes Netzwerk eintreten will, muss den anderen Mitgliedern etwas bieten können – nur nehmen zu wollen, ist zu wenig. • Netzwerke brauchen Verlässlichkeit: Gerade die „lockere“ und scheinbar unverbindliche Zusammenarbeit erfordert von allen PartnerInnen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit – man muss sich aufeinander verlassen können. • Aktives Networking heißt, Menschen mit komplementären Interessen und Anliegen zusammenzubringen – Gleichgesinnte trifft man besser im Hobbyverein. • Sammeln Sie immer und überall Visitenkarten und notieren Sie sich Stichworte zu den jeweiligen Personen. • Besuchen Sie gezielt Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, um Vortragende und ReferentInnen anzusprechen. • Nützen Sie die Mitgliedschaft in Verbindungen, Klubs, Non-Profit- und anderen Organisationen oder besuchen Sie zumindest deren Veranstaltungen. Funktionen in Vereinen und anderen Freiwilligenorganisationen verursachen zwar Arbeit, bringen aber zahlreiche Kontakte und Chancen. WIE GUT IST IHRE GESCHÄFTSIDEE? Geschäftsideen gibt es viele – nicht jede ist erfolgversprechend. Stellen Sie Ihre Geschäftsidee daher gründlich auf den Prüfstand. Die nachfolgende Checkliste hilft Ihnen dabei: • Was an Ihrer Geschäftsidee ist innovativ, überzeugend, erfolgversprechend? • Wie steht es um die Marktchancen? Wo sind Ihre Märkte? Wer sind Ihre Zielgruppen? • Wie und wo soll das Produkt erzeugt werden? Wer sind Ihre LieferantInnen und PartnerInnen? • Sind Entwicklungsarbeiten notwendig? Wie lange dauern sie, wer führt sie durch, wie viel wird das alles kosten? • Nur die passenden, gut ausgewählten und aktiv mitgeknüpften Netzwerke können wie ein Karriere-Trampolin wirken. • Was braucht es an Vorbereitung, um die Dienstleistung anbieten zu können (Infrastruktur, Logistik etc.)? Wann können Sie starten? 105

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