Aufrufe
vor 1 Jahr

Der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

  • Text
  • Gpk
  • Career
  • Karriere
  • Verlag
  • Studium
  • Unternehmensdarstellung
  • Akademiker
  • Wien
  • Unternehmen
  • Praktika
  • Aufnahmen
  • Arbeitgeber
  • Austria
  • Vollzeit
  • Mitarbeiterinnen
Seit 29 Jahren erscheint Österreichs Karrierebibel im CAREER Verlag – der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE, Österreichs Entscheidungsratgeber für den jungen Arbeitsmarkt.

DAS AMS Das AMS

DAS AMS Das AMS verbindet wohl jeder und jede von uns zuerst mit Stichworten wie Arbeitslosigkeit, Schulungen oder Wirtschaftskrise. Allesamt negativ konnotierte Wörter, die uns ein unangenehmes Gefühl geben. Das AMS ist allerdings weit mehr als nur das Arbeitsamt, das Arbeitsuchenden Gelder ausbezahlt. Wie der Name „Arbeitsmarktservice“ schon sagt, handelt es sich um eine vielschichtige Organisation, die vielseitige und enorm hilfreiche Services sowohl für personalsuchende Unternehmen, als auch arbeitsuchende Personen und Auszubildende anbietet. Das AMS arbeitet eng mit verschiedenen Sozialpartnern, z. B. VertreterInnen der Wirtschaftskammer, Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte, Vereinigung der österreichischen Industrie und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes zusammen. VIP-Tipp MAG. a SABINE PUTZ Abteilungsleiterin Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation, AMS Österreich War die Berufswahl sehr schwierig für Sie? Wie für die meisten war auch für mich die Berufswahl ein langer Prozess. Als Kind wollte ich die Berufe meiner Eltern ergreifen, dann die Berufe meiner Freundinnen. Als ich mein Wunschstudium nicht belegen konnte, suchte ich nach einer Alternative und entschied mich für Soziologie. Über diese Wahl bin ich bis heute sehr glücklich, denn ich finde die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen sehr bereichernd. © Patra Spiola Das AMS ist der größte Personalvermittler Österreichs und bietet einen erheblichen Vorteil: Alles kann aus einer Hand geliefert werden – an mehr als 100 Standorten in ganz Österreich und auch online. Die Services beginnen bei der Analyse des Marktes und gehen über die Suche geeigneter Personen, die Zusammenführung von Unternehmen und Arbeitsuchenden, bis hin zur rechtlichen Beratung beispielsweise zum Thema Kurzarbeit, Altersteilzeit, Bildungsteilzeit, Förderungen z. B. bei Lehrlingen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen inklusive dem Download vieler wichtiger Formulare. Arbeitsuchenden bietet das AMS Beratung zur finanziellen Unterstützung, passende Aus- und Weiterbildungen, Bildungskarenz und Weiterbildungsgelder sowie natürlich auch eine Jobbörse. DER ARBEITSMARKT FÜR AKADEMIKER/INNEN Der Arbeitsmarkt für AkademikerInnen ist nach wie vor durchwachsen. Der Wettbewerb nimmt stetig zu und stellt AkademikerInnen somit vor große Herausforderungen. Je nach absolvierter Studienrichtung sind die Karriereverläufe der AbsolventInnen durchaus unterschiedlich. Auch zwischen Männern und Frauen zeigen sich diesbezüglich Unterschiede: Bis zur Erstbeschäftigung nach dem Studienabschluss suchen Akademikerinnen gemäß des AbsolventInnen-Tracking der Universität Wien im Durchschnitt zwischen 3,6 Monaten (Bachelor) und 2,5 Monaten (Master), während Akademiker zwischen 3,0 Monaten (Bachelor) und 2,2 Monaten (Master) auf der Suche nach einer Anstellung sind. Besonders begehrte Studienrichtungen sind derzeit unter anderem Informationstechnologie, Elektrotechnik und Maschinenbau. Aber auch Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen sind im Prognosezeitraum bis 2020 vermehrt gefragt. In den vergangenen Jahren zeigte sich in jedem Fall ein deutlicher Trend zur Höherqualifizierung. Auch im Prognosezeitraum bis 2018 lässt sich eine steigende Nachfrage nach AkademikerInnen ableiten. 72 akademiker/innen-guide 2018

jobauswahl FRAUEN UND KARRIERE Gemäß aktueller Zahlen von Statistik Austria * gibt es hinsichtlich des Bildungsniveaus und der Erwerbsbeteiligung von Frauen positive Entwicklungen. Frauen hätten, so die Statistik, diesbezüglich deutlich aufgeholt. Der Anteil der Frauen mit Akademie- und Hochschulabschluss lag in den vergangenen Jahren sogar leicht über dem der Männer. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Frauen erhöhte sich seit 2005 von 61,1% auf 67,1 %. Im Bereich der Führungspositionen zeigt sich, trotz gleicher Bildungsabschlüsse, jedoch Aufholbedarf. Besonders deutlich ist dies bei Beschäftigten mit Hochschulabschluss. Auch hinsichtlich der Branchen zeigen sich Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Frauen waren in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt. Außerdem gehen Frauen deutlich öfter einer Teilzeitbeschäftigung nach. Seit dem Jahr 2005 stieg der Anteil innerhalb von 10 Jahren von 39,5 % auf 47,4 %. Daraus zeigt sich, dass beinahe die Hälfte aller Frauen teilzeitbeschäftigt ist. Dies lässt sich auch bei Frauen mit akademischem Abschluss beobachten. Jene Teilzeitbeschäftigung wird häufig auch als Ursache für die hohen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen angeführt. Über alle Berufsgruppen betrachtet, verdienen Frauen rund 38 % weniger als Männer. Wesentlicher Grund für ebendiesen hohen Teilzeitanteil von Frauen ist die Übernahme unbezahlter gesellschaftsrelevanter Aufgaben. Hierzu zählen einerseits beispielsweise die Pflege von Angehörigen sowie andererseits die Übernahme der elterlichen Betreuungspflicht. Besonders auffallend ist die Veränderung der Teilzeitquote beim Vorhandensein von Kindern. Hier steigt die Teilzeitquote bei Frauen gar auf 70,7 %. Umgekehrt geht die Teilzeitquote bei Männern jedoch sogar zurück – von 8,8 % ohne Kinder auf 6,5 % mit betreuungspflichtigen Kindern. INFOS Der AMS-Gehaltskompass bietet einen Überblick über durchschnittliche Einstiegsgehälter von über 1.800 Berufen: www.ams.at/gehaltskompass Mit dem FiT-Gehaltsrechner können Frauen ihre Verdienstmöglichkeiten in traditionellen Berufen mit denen in technischen Berufen vergleichen: www.ams.at/fit-gehaltsrechner FORSCHUNG ZUR BEKÄMPFUNG VON ARBEITSLOSIGKEIT Das AMS-Forschungsnetzwerk ist eine frei zugängige Online-Plattform, die folgende Bereiche abdeckt: • Neueste Forschungsergebnisse zu Arbeitsmarkt, Berufen, Bildung und Qualifikationen • E-Library mit ca. 10.000 Volltext-Publikationen • Fachliteratur sowie Methoden- und Infohandbücher • Veranstaltungstipps www.ams.at/forschungsnetzwerk Berufsinformation und Forschungsergebnisse zum Hochschulbereich (Uni, FH, PH) findet man im AMS-Forschungsnetzwerk unter dem Menüpunkt „Jobchancen Studium“. TIPP Beratung des AMS auch für AkademikerInnen Die BerufsInfoZentren (BIZ) des AMS bieten an rund 70 Standorten in ganz Österreich eine große Auswahl an Informationsmedien über Berufe, Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Ausbildungen und Weiterbildungen. Sämtliche Angebote im BIZ sind kostenlos und anbieterunabhängig. Die BIZ-MitarbeiterInnen unterstützen Sie gerne mit einer auf Sie abgestimmten, persönlichen Beratung. www.ams.at/biz * Pressemitteilung 11.485-045/17 Statistik Austria 73

AKADEMIKERiNNEN-GUIDE

Der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

MATURANTiNNEN-GUIDE

Der MATURANTiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

CAREER

CAREER Monitor 2018