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Der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

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Seit 29 Jahren erscheint Österreichs Karrierebibel im CAREER Verlag – der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE, Österreichs Entscheidungsratgeber für den jungen Arbeitsmarkt.

KOMMUNIKATION IST ALLES

KOMMUNIKATION IST ALLES Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Bewerbung überhaupt Sinn macht – beispielsweise weil Sie nicht alle Anforderungen des Qualifikationsprofils erfüllen –, besprechen Sie Ihr Anliegen telefonisch mit der/dem zuständigen Personalverantwortlichen. So haben Sie den Grundstein einer persönlichen Beziehung gelegt und können gegebenenfalls in Ihrem Anschreiben direkt auf das Gespräch Bezug nehmen. • Notieren Sie sich vor dem Telefonat die wichtigsten Punkte, damit Sie nichts vergessen. • Sorgen Sie für ruhige Gesprächsatmosphäre. • Sprechen Sie Ihr Visavis mit Namen an. • Wenn Ihr/e GesprächspartnerIn kurz angebunden wirkt: Nutzen Sie die Chance und versuchen Sie, einen Telefontermin zu vereinbaren. • Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie RecruiterInnen aufgrund von Bewerbungsgesprächen, Meetings etc. eventuell nicht beim ersten Mal erreichen. • Speichern Sie die Telefonnummer der Personalabteilung ein, damit Sie bei einem Rückruf gleich professionell reagieren können. SOCIAL-MEDIA-KNIGGE Schon seit etwa zehn Jahren nützen PersonalistInnen auch verstärkt diverse Social-Media-Plattformen wie Facebook, XING, Pinterest und Co bei der Suche nach den perfekten MitarbeiterInnen. Allerdings nicht nur, um Jobangebote zu lancieren, sondern auch, um den virtuellen Auftritt der BewerberInnen zu durchleuchten. Das oft zitierte gute Benehmen in der virtuellen Welt hat also nach wie vor Gültigkeit. Wie so viele „Wow, war ich gestern wieder betrunken“-Posts beweisen, ist diese Information allerdings bis heute noch nicht bei allen BewerberInnen angekommen. Kein Arbeitgeber wird einen Praktikumsplatz oder eine Arbeitsstelle an jemanden vergeben, der auf Facebook & Co pöbelt oder ausschließlich Partyfotos veröffentlicht. Das heißt nicht, dass Sie keine Party machen sollen, Sie sollten sich nur gut überlegen, welche Fotos Ihr zukünftiger Arbeitgeber von Ihnen sehen soll. Auch wenn Sie bei Ihrer Bewerbung Ihr soziales Engagement im Tierheim oder Ihre sportlichen Aktivitäten hervorheben, wäre es gut, wenn sich dafür auch Beweise im World Wide Web finden lassen. Vergessen Sie nicht, noch nie war es so einfach, Ihre Behauptungen zu überprüfen, wie heute. Dasselbe gilt auch für Angaben über Ihre Ausbildung und Praktika. TIPP Worauf Sie bei Facebook, Twitter & Co achten sollten • Konsistenz bei den Angaben über Ausbildung und Praktika • Persönliches Engagement soll glaubwürdig sein, z. B. durch Fotos, Tweets • Partyfotos in betrunkenem Zustand am besten gar nicht posten oder nur für Freunde sichtbar machen • Regelmäßig die Seiten von Freunden auf kompromittierende Fotos durchsuchen und unbedingt löschen lassen • Die Einstellungen für Privatsphäre und damit, wer was sehen kann, immer wieder überprüfen VON MARKTSCHREIERN UND LEISETRETERN Nun aber zu den unzähligen Möglichkeiten, der eigenen Bewerbung etwas Pepp zu verleihen. Wie schon erwähnt, geht es bei der Jobsuche darum, sich selbst möglichst attraktiv zu vermarkten. Keine Angst, Sie müssen nicht Marketing studieren, um das zu können. Waren Sie schon mal auf einem Markt? Na, sicher! Was das mit Ihrer Bewerbung zu tun hat? Ganz einfach, auf einem Markt geht es zu wie im Bewerbungsalltag. Da bieten viele 96 akademiker/innen-guide 2018

erfolgreich bewerben Menschen viele ähnliche oder gleiche Produkte/ Leistungen an. Meistens sehen die Stände, an denen diese Produkte angeboten werden, auch noch sehr ähnlich aus. Mit Sicherheit sind Äpfel, Birnen, Trauben und was sonst noch so angeboten wird, schön drapiert. Aber manche Angebote sehen irgendwie frischer und appetitlicher aus. Woran das liegt? An ein paar Tropfen Wasser, mit denen das Obst eingesprüht wird und das es im Sonnenlicht glitzern lässt. Das kostet gar nichts, hat aber enorme Wirkung. An einem anderen Stand kommen Sie gar nicht vorbei, weil hier das Obst in unglaublicher Lautstärke angepriesen wird. Ihre Aufmerksamkeit ist – ob Sie es wollen oder nicht – geweckt. Auch das kostet nichts, außer vielleicht irgendwann die Stimme des Marktschreiers. Hiermit möchte ich mich um die ausgeschriebene Position als ..... bewerben. Gerne übermittle ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen für Ihre .... - Abteilung. Bei einem derartigen Anschreiben werden Sie RecruiterInnen weder überraschen noch werden Sie sie überzeugen, sich mit Ihrem Dossier intensiver auseinanderzusetzen. Der erste Satz ist eben auch der erste Eindruck, den Sie hinterlassen. Und er entscheidet darüber, ob Sie Aufmerksamkeit erregen oder in der Masse untergehen. Investieren Sie daher Zeit und Hirnschmalz für den Einstieg, der Rest findet sich meistens leicht und schreibt sich dann wie „von selbst“. Und genau so funktioniert Guerilla-Marketing: mit geringen Mitteln große Aufmerksamkeit erzeugen. Man unterscheidet dabei drei grundlegende Strategien: Trittbrettfahrer-Marketing, Empfehlungsmarketing, Lebensumfeld-Marketing. Damit Sie sich ein Bild machen können, stellen wir Ihnen im Folgenden einige Beispiele aus der Praxis vor. INFO Guerilla-Marketing • Entwickelt Mitte der 1980er von Jay C. Levinson • Geht zurück auf taktische Kriegsführung • Große Wirkung bei Einsatz von geringen Mitteln • Erfolg durch Überraschungseffekte In sieben Schritten zum besten ersten Eindruck 1. Definieren Sie zuerst für sich selbst, was Sie besonders macht und warum genau Sie der oder die Richtige für den Job sind. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen: Worin bin ich besonders erfolgreich? Was kann ich besser als andere? Worin bitten mich andere um Hilfe? Was macht mir besonderen Spaß? Wofür bekomme ich positives Feedback? Was möchte und kann nur ich in dem neuen Job tun/ verändern/verbessern? 2. Formulieren Sie nun Ihre Argumente möglichst in einem, maximal zwei Sätzen und machen Sie damit neugierig auf mehr, zum Beispiel so: KEINE ZWEITE CHANCE FÜR DEN ERSTEN EINDRUCK Ja, ja, diesen Satz kennen Sie schon und sind entsprechend gelangweilt? Na bitte, dann überlegen Sie mal, wie oft ein/e Personalverantwortliche/r einen der folgenden Sätze lesen muss: Ihre Stellenausschreibung im Hintertupfinger Tagblatt hat mein Interesse geweckt. Ein Umsatzplus von 12,5 % durch die Optimierung des Online-Shops! Dieses Ziel habe ich für die Firma XY erreicht, und noch viel mehr möchte ich in der ausgeschriebenen Position als Online-Manager für Ihr Unternehmen bewegen. ... 3. Tragen Sie aber keinesfalls „zu dick“ auf. AngeberInnen mag niemand, und außerdem müssen Sie auch „liefern“, was Sie versprechen. 97

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