Aufrufe
vor 1 Jahr

Der MATURANTiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

  • Text
  • Schule
  • Karriere
  • Studienwahl
  • Tipps
  • Orientieren
  • Entscheidung
  • Unternehmen
  • Ausbildung
  • Branche
  • Studium
  • Matura
Der MATURANTEN-GUIDE von CAREER fasst alle relevanten Informationen zu beruflichen Aus- und Weiterbildungen, Alternativen zum akademischen Weg, Studienrichtungen und zum direkten Berufseinstieg zusammen. Kompakt, prägnant und in der Sprache der Zielgruppe.

UNIVERSITÄT ODER

UNIVERSITÄT ODER FACHHOCHSCHULE? ALS VOR ÜBER 23 JAHREN ÖSTERREICHS ERSTE FHs IHRE PFORTEN ÖFFNETEN, SCHIEN DER UNTERSCHIED ZUR TRADITIONELLEN UNI ENORM: HIER PRAXIS ORIENTIERTE, EFFIZIENTE AUSBILDUNG IN SCHULKLASSEN, DORT WISSENSCHAFTLICHE BILDUNG IN EIGEN- VERANTWORTUNG UND SELBSTORGANISATION. Seither sind einander die ungleichen Schwestern um vieles ähnlicher geworden. Die Unis „verschulter“, mit strafferen Studienplänen und mehr Anwesenheitspflicht, die FHs „wissenschaftlicher“, mit eigener Forschung, Bibliotheken und internationalen Kooperationen. STUDIENANGEBOT Die Auswahl an Studiengängen ist bei beiden enorm, doch oft ist mit der Entscheidung für ein Berufsziel auch die Frage „Uni oder FH?“ geklärt. So führt etwa der Weg zum Arztberuf oder zu juristischen Berufen nur über die Uni, während beispielsweise PhysiotherapeutInnen oder SozialarbeiterInnen ausschließlich an FHs ausgebildet werden. In den Bereichen Wirtschaft und Technik gibt es meist beide Optionen, wobei im Uni-Studium die Spezialisierung später erfolgt als an der FH. LEHRVERANSTALTUNGEN Die FH verlangt durchgängige Anwesenheit, wobei meist 20 bis 30 % Fehlzeiten toleriert werden. An Unis genügt es bei manchen Lehrveranstaltungen, die Abschlussprüfung zu bestehen. Wer also gerne individuelle Freiheiten genießt und sich selbst zum Lernen motiviert, dem wird das Uni-System besser gefallen, wer gern klare Strukturen hat, wird die FH mögen. PRAKTIKA UND AUSLANDSSEMESTER Fachhochschulen arbeiten eng mit dem jeweiligen Berufsfeld zusammen. Praktika sind in allen Studiengängen Pflicht, häufig in 80

Der akademische weg 03 Zusammenhang mit der Bachelor- oder Masterarbeit. Sowohl Unis als auch FHs haben Partner-Hochschulen im Ausland und nehmen an internationalen Austauschprogrammen teil. AUFNAHMEVERFAHREN Wer an einer FH studieren will, muss ein – meistens mehrstufiges – Aufnahmeverfahren bestehen. An den Unis ist die Situation uneinheitlich und reicht von freiem Zugang (Jus, Geisteswissenschaften) bis hin zu besonders anspruchsvollen Aufnahmeprüfungen (Medizin, Psychologie). Infos, Erfahrungsberichte und Vorbereitungstipps gibt’s auf www.aufnahmepruefung.at. BEWERBUNGSFRISTEN An vielen Fachhochschulen beginnen die Aufnahmeverfahren bereits im März, insbesondere für die besonders begehrten Plätze in Gesundheitsstudien. Im Technik-Bereich werden hingegen an manchen FHs bis knapp vor Studienbeginn im Herbst noch letzte Studienplätze vergeben. Die Uni-Aufnahmetests finden in den Sommerferien statt, mit Ausnahme mancher Kunstuniversitäten. Dennoch endet die Bewerbungsfrist in manchen Fällen erheblich früher: Die Anmeldung für den Medizin-Aufnahmetest (MedAT) im Juli schließt bereits im März. Für Uni-Studien ohne Zugangsbeschränkungen endet die Zulassungsfrist meist erst wenige Wochen vor Semesterbeginn. 2017 war etwa an der Uni Wien bis 5. September Zeit, sich einzuschreiben. VORBEREITUNG aufnahmepruefung.at publiziert jährlich die Toplisten „Österreichs härteste Aufnahmetests“ mit den größten, selektivsten, längsten, vielfältigsten und frühesten zehn Aufnahmetests des Landes: www.aufnahmepruefung.at/toplisten. Informieren Sie sich rechtzeitig, ob „Ihre“ Aufnahmeprüfung zu den besonders herausfordernden zählt und planen Sie genug Zeit für die Vorbereitung ein. Manche Eignungstests ähneln eher einem Intelligenztest – hier gibt es keinen Lernstoff, aber zahlreiche Möglichkeiten, zu trainieren und dadurch die eigene Leistung zu steigern. Für andere Tests gibt es umfangreichen Lernstoff, wieder andere sind eine Kombination aus kognitivem Test und Wissenstest. Kurse, Bücher und Lerngruppen sind die beliebtesten Hilfestellungen, um neben dem Maturastress auch die Aufnahmetest-Vorbereitung erfolgreich zu bewältigen. WELCHER WEG PASST AM BESTEN ZU MIR? Auf den folgenden Seiten stellen wir exemplarisch fünf Uniund fünf FH-Ausbildungsbeispiele für die richtige Berufswahl vor. Weitere wichtige Infos zu FH und Uni gibt es auf: 55www.aufnahmepruefung.at + i ABSCHLUSS Seit der Umstellung auf das Bologna-System schließen Uni- und FH-Studien mit denselben Abschlüssen ab: Nach drei bis vier Jahren gelangt man zum Bachelor, nach weiteren ein bis zwei Jahren zum Master. An den Universitäten gibt es noch Ausnahmen, so sind etwa die Rechtswissenschaften meist noch als Diplomstudium mit Magisterabschluss organisiert. ENTSCHEIDUNG Bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Hochschule soll eines immer im Mittelpunkt stehen: Wo kann man die eigenen Stärken und Interessen am besten entfalten? Übrigens: Immer mehr Studierende machen den Bachelor an der Uni und den Master an der FH oder umgekehrt. Die Antwort auf die Frage „Uni oder FH?“ lautet daher immer öfter: Beides! SERVICE orientieren und entscheiden 81

AKADEMIKERiNNEN-GUIDE

Der AKADEMIKERiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

MATURANTiNNEN-GUIDE

Der MATURANTiNNEN-GUIDE 2018 von CAREER

CAREER

CAREER Monitor 2018