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HUMOUR RESOURCES – Schräges und Skurriles aus der Welt der Personalabteilungen

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Die mächtige Deutsche

Die mächtige Deutsche Dogge setzte sich seelenruhig unter den Schreibtisch der neuen Kollegin und ließ mal lautstark einen fahren. Das niedliche Hündchen anonym, IT/Software, 55 MitarbeiterInnen Wir waren auf der Suche nach einer neuen Content Managerin bzw. einem neuen Content Manager. Obwohl es viele BewerberInnen für den Job gab, genügte keine von ihnen unseren Ansprüchen. Zuletzt erschien doch noch eine junge Dame, die voll und ganz unserer Vorstellung entsprach. Nach Abschluss des Bewerbungsgesprächs meinte die Kandidatin, dass es wohl kaum Probleme gäbe, wenn sie auch ihr liebes Hündchen mit ins Büro brächte, denn sie hätte gesehen, dass sich hier ja ohnehin einige Vierbeiner tummelten. Dazu sei gesagt, dass unser Chef ein begeisterter Hundenarr ist und den Angestellten erlaubt, ihre Hunde in die Firma mitzubringen. Allerdings vorausgesetzt, sie sind niedlich, gut erzogen, raufen, bellen und beißen nicht. Somit gehörten damals zwei Zwergpudel, ein Dackel, ein Pekinese und ein Golden Retriever zur Belegschaft. Da wir sehr froh waren, eine ideale Bewerberin gefunden zu haben, boten wir ihr den Job an, ohne weitere Fragen bezüglich ihres Hündchens zu stellen. Alles schien in bester Ordnung, bis die neue Content Managerin an ihrem ersten Arbeitstag erschien. In ihrer Begleitung befand sich eine riesengroße ausgewachsene Deutsche Dogge, deren Dimension eher einem Fohlen entsprach als einem Hund. Der Anblick allein war schon furchteinflößend, und als beide das Großraumbüro betraten, herrschte Totenstille. Alle Angestellten, allen voran die HundebesitzerInnen, verharrten in einer Art Schockstarre und warteten gespannt darauf, wie sich das Riesentier nun verhalten würde. Im Raum war es so leise, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören. Selbst die bereits heimischen Hunde schienen sich ihr Hecheln zu verkneifen. 24

Eine sehr wackere Arbeitskollegin fasste sich ein Herz, nahm allen Mut zusammen und führte die neue Kollegin zu ihrem Arbeitsplatz. Noch immer war es im Raum mucksmäuschenstill. Die mächtige Deutsche Dogge schlenderte gemütlich hinter ihrem Frauchen den Gang entlang, würdigte weder die KollegInnen noch die anwesenden Hunde eines Blickes, setzte sich seelenruhig unter den Schreibtisch der neuen Kollegin und ließ einmal lautstark einen fahren. Das gesamte Team brach in schallendes Gelächter aus. Damit war der Bann gebrochen und wir näherten uns, zwar noch etwas zaghaft, dem Riesentier, das sich als äußerst friedfertig und zutraulich entpuppte. Alle schlossen es sofort ins Herz, und heute ist die Dogge mit den nicht zu überhörenden Verdauungsproblemen der Liebling der ganzen Belegschaft. Ungewollte Gehaltskürzung anonym, Sanitär- und Heizungsgroßhandel, rund 740 MitarbeiterInnen Im Großhandel geht es zu Jahresbeginn immer hoch her. Verstehen Sie mich nicht falsch: Nicht dass wir sonst in unseren Büros Däumchen drehen und in Ermangelung alternativer Beschäftigung die umhersurrenden müden Fliegen zählen würden. Weit gefehlt! Aber im Januar ganz besonders in diesem betreffenden Januar sollten unsere Tage bestenfalls 48 Stunden haben. Wenn nicht sogar 72. Unser jährliches Armageddon direkt nach der weihnachtlichen Gemütlichkeit ist natürlich keine Entschuldigung für meinen peinlichen Fauxpas, aber ich glaube, Sie können mir meinen ungefähren Gemütszustand nach zehn Marathontagen nachfühlen. Nun möchte ich Sie auch gar nicht länger auf die Folter spannen: Ich habe doch tatsächlich einem Mitarbeiter gleich um einige hundert Euro zu wenig ausgezahlt und diesen Irrtum auch erst viel zu spät bemerkt. Als ich ihn dann entdeckte, konnte ich es im ersten Moment gar nicht fassen. Wie erstarrt fixierte ich den Bildschirm, in der Hoffnung, meine Augen würden mich täuschen. Doch nichts passierte. Die falsche Auszahlung wollte sich partout nicht von selbst korrigieren. 25

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