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HUMOUR RESOURCES – Schräges und Skurriles aus der Welt der Personalabteilungen

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Nach kürzester Zeit

Nach kürzester Zeit machte sich bei den BewerberInnen jedoch Skepsis breit, nachdem sie nichts ahnend zu einer Veranstaltung kamen, bei der sie als neue KollegInnen begrüßt wurden. Der Weg führte sie also rasch wieder zurück zum Portier. Dieser dürfte vom gleichzeitig stattfindenden Assessment-Center nichts gewusst haben und versicherte der Gruppe, dass sie bei der vorigen Veranstaltung schon richtig wären. Die Situation glich immer mehr einer französischen Komödie aus den 70er-Jahren. Da der Portier aber kein Louis de Funès war und die Szene in einer Pointe enden ließ, begaben sich die KandidatInnen erneut zurück zum Onboarding Day und lernten dort drei Stunden lang ihren vermeintlichen neuen Arbeitgeber kennen. Im Film würde sich de Funès längst vor den Bildschirmen der Sicherheitskameras totlachen. Da es sich aber doch um ein Drama des echten Lebens handelte und das erwartete Assessment-Center ausblieb, ließen die BewerberInnen schließlich nicht mehr locker. Die Situation klärte sich schlussendlich, und die KandidatInnen bekamen natürlich eine zweite Chance für den Aufnahmetest. Sollte jedoch einer der Bewerber den Test bestehen, dürften ihm beim Onboarding Day zumindest keine Überraschungen mehr erwarten. 64

Das verkannte Genie anonym, IT, rund 890 MitarbeiterInnen Unsere Abteilung für „Forschung und Entwicklung“ ist immer auf der Suche nach brillanten Köpfen, die in Themen der neuen Technologien versiert sind und über ein Skillset verfügen, das sich zwischen sehr speziellen Programmiersprachen und Softwareentwicklungen bewegt. Eines Tages wurde mir vom Empfang eine Bewerberin gemeldet. Da ich gerade sehr beschäftigt war, achtete ich nicht auf den Namen. In diesem Augenblick stolzierte eine junge Frau auf abenteuerlichen High Heels in mein Büro. Das Outfit dieser Dame verschlug mir beinahe die Sprache. Nicht nur, dass ihr Make-up in allen Farben leuchtete, trug sie einen Minirock, der nur das Allernötigste bedeckte, und zeigte ein Dekolleté, das sogar mich alten Hasen in Verlegenheit brachte den männlichen Kollegen blieb bei ihrem Anblick ohnehin der Mund offen. Obwohl ich die Erfahrung gemacht habe, dass gerade in der IT-Branche die genialsten Geister oft völlig verrückt in Erscheinung treten, bin ich immer noch etwas konsterniert, wenn diese Leute bei einem Bewerbungsgespräch so ausgeflippt auftreten. Als die Bewerberin ihren Namen nannte und ich diesen auf den mir vorliegenden Bewerbungsunterlagen vorfand, verschlug es mir vollends die Sprache. Die Dame war ein echter Kapazunder mit IT-Skills und Arbeitserfahrungen, die mich schon beim ersten Durchlesen ihres Bewerbungsschreibens stark beeindruckt hatten. Von der Uni weg wurde sie in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen großer Konzerne geholt. 65

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